Ein Paar Ende zwanzig am Schalter eines Standesamts: Sie fährt mit dem Finger eine gedruckte Liste entlang, er notiert etwas auf einem Terminzettel. Bild mit KI erstellt.

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am 06.09.2026

Was kostet die standesamtliche Hochzeit? Die Gebühren im Überblick

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Eine bundesweite Zahl gibt es nicht, weil es keine bundesweite Gebührennorm gibt. Die Anmeldung der Eheschließung kostet zwischen 40 und 75 Euro, je nachdem, wo Ihr sie einreicht.
  • Die Gebühr ist Ländersache und oft sogar Stadtsache. Köln nimmt 40 Euro, Bochum 55 — beide in Nordrhein-Westfalen.
  • Die Trauung selbst kostet in Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen nichts extra, solange sie im eigenen Standesamt zu den Öffnungszeiten stattfindet. In Baden-Württemberg und Niedersachsen kommt eine zweite Gebühr dazu.
  • Teuer wird es durch drei Abweichungen vom Normalfall: Samstag oder Feierabend, ein Trauort außerhalb der Amtsräume, ein anderes Standesamt als das der Anmeldung.
  • Der Posten, der in keinem Gebührenverzeichnis steht, ist die Raummiete des Betreibers. In Bochum kostet die Trauung im Dampfgebläsehaus außerhalb der Öffnungszeiten 200 Euro beim Amt und 495 Euro beim Vermieter.

In fast jeder Budgetliste steht eine Zeile „Standesamt“, und daneben ist ein leeres Feld. Ihr sucht die Zahl, die dort hineingehört, findet drei Ratgeber mit drei verschiedenen Beträgen und legt das Ganze erst mal wieder weg. Die Ratgeber können nichts dafür. Es gibt die eine Zahl nicht, und der Grund dafür ist schnell erklärt. Dieser Beitrag zeigt Euch, woraus sich der Betrag zusammensetzt, welche Posten in fast jeder Rechnung fehlen und wie Ihr Eure eigene Zahl in zehn Minuten am Telefon herausbekommt.

Was kostet die standesamtliche Hochzeit?

Der Normalfall ist die Trauung im eigenen Standesamt, zu den Öffnungszeiten, ohne Auslandsbezug. Dann bleibt es bei zwei Posten: der Prüfung der Ehefähigkeit und der Eheurkunde. In Berlin sind das 45 plus 12 Euro, zusammen 57 Euro; in Bochum 55 plus 12 Euro, zusammen 67 Euro, Stand September 2026. In Baden-Württemberg und Niedersachsen kostet die Trauung extra.

Wie die Anmeldung abläuft, welche Unterlagen Ihr mitbringt und welche Fristen gelten, steht in der Übersicht zur standesamtlichen Hochzeit. Hier geht es nur ums Geld.

Warum auch die Stadt über die Gebühr entscheidet

Die Ehe wird nach § 1310 BGB vor dem Standesbeamten geschlossen — das ist Bundesrecht und überall gleich. Was der Vorgang kostet, ist es nicht. Die Gebühren stehen in Landesverordnungen, und die sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Deshalb kann eine Liste im Internet immer nur ein Anhaltspunkt sein, diese hier eingeschlossen.

Es geht aber noch eine Ebene tiefer, und die wird selten erwähnt. In Nordrhein-Westfalen dürfen die Kommunen eigene Satzungen mit abweichenden Sätzen erlassen — das steht in § 1 Absatz 2 der Allgemeinen Verwaltungsgebührenordnung. Genau das passiert: Der Landessatz für die Prüfung der Ehevoraussetzungen liegt bei 40 Euro. Köln nimmt diese 40 Euro. Bochum nimmt 55. Gleiches Land, gleicher Vorgang, gut ein Drittel Unterschied.

Für Euch heißt das: Die verbindliche Auskunft gibt Euer Standesamt, nicht der Ratgeber und nicht die Landesverordnung. Was hier steht, hilft Euch, die richtige Frage zu stellen und eine Antwort einzuordnen.

Die Gebühren im Einzelnen

Ein Posten fällt überall an.

Die Anmeldung der Eheschließung

Die Gebühr heißt in den meisten Quellen nicht „Anmeldung“, sondern Prüfung der Ehefähigkeit oder Prüfung der Ehevoraussetzungen. Sie fällt für den Vorgang an, nicht für den Termin — das Amt prüft, ob Ihr heiraten dürft. Sieben belegte Werte nebeneinander:

Sieben waagerechte Balken für die Gebühr der Anmeldung: Köln 40 Euro, Berlin 45 Euro, Bochum 55 Euro, Bayern als Landessatz 55 Euro, Baden-Württemberg als Landessatz 65 Euro, Hamburg mindestens 74,50 Euro, Braunschweig 75 Euro. Köln und Bochum sind farblich hervorgehoben, weil beide in Nordrhein-Westfalen liegen.
Köln und Bochum liegen im selben Bundesland. Der Unterschied kommt aus der kommunalen Gebührensatzung, nicht aus dem Landesrecht.

Die Stadt München nennt für die Eheschließung ohne Auslandsbezug pauschal „etwa 300 Euro“. Das ist eine amtliche Hausnummer für den ganzen Vorgang samt Zuschlägen und Urkunden, keine einzelne Gebührenposition. Deshalb steht sie nicht in der Grafik oben. Sie zeigt aber, wie weit die Spanne reicht, wenn alles zusammenkommt.

Was die standesamtliche Trauung selbst kostet

Hier liegt der häufigste Rechenfehler, und zwar in beide Richtungen. In Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen gibt es für die Trauung keine eigene Gebühr, solange sie im Standesamt der Anmeldung und innerhalb der Öffnungszeiten stattfindet. Die Freie und Hansestadt Hamburg schreibt das auf ihrer Serviceseite wörtlich hin:

„Für die Durchführung der Eheschließung im Standesamt fallen keine Gebühren an, wenn in diesem Standesamt auch die Anmeldung erfolgt ist.“

In den Berliner und nordrhein-westfälischen Gebührenverzeichnissen gibt es diese Position schlicht nicht. Wer dort mit zwei Grundgebühren rechnet, plant Geld ein, das kein Amt verlangt.

Zwei Länder machen es anders. Baden-Württemberg führt „Durchführung und Beurkundung der Eheschließung“ als eigene Position mit 45 Euro, zusätzlich zu den 65 Euro für die Prüfung. Niedersachsen rechnet die Beurkundung ebenfalls getrennt ab und staffelt sie nach Ort und Zeit — in Braunschweig kostet die Trauung samstags im Rathaus 130 Euro. Bayern formuliert es offen: „Die Kosten für die Eheschließung richten sich nach dem jeweiligen Verwaltungsaufwand.“

Rechnet also nicht automatisch mit zwei Grundgebühren. In drei der sechs geprüften Länder gibt es die zweite Position gar nicht.

Die Eheurkunde

Die Eheurkunde kostet 12 Euro in Berlin, Bayern, Bochum und Würzburg. In Niedersachsen sind es seit dem 1. Januar 2026 20 Euro. Berlin, Nordrhein-Westfalen und Braunschweig schreiben es ausdrücklich in ihr Verzeichnis: Jedes weitere Exemplar im selben Vorgang kostet die Hälfte. In Berlin macht das 6 Euro statt 12, in Braunschweig 10 statt 20.

Nehmt deshalb gleich mehrere. Ihr braucht eine für die Namensänderung, oft eine für die Krankenkasse, eine für den Arbeitgeber und je nach Fall eine für die Rentenversicherung. Wer später einzeln nachbestellt, zahlt jedes Mal den vollen Satz und schreibt jedes Mal einen Antrag.

Die drei Posten, die im Budget fehlen

Bis hierhin ist die standesamtliche Hochzeit erstaunlich günstig. Höher wird die Rechnung durch drei Abweichungen vom Normalfall. Auf der ersten Seite einer Amtswebsite stehen sie selten.

Die drei Abweichungen

Erstens: Samstag oder Feierabend. Berlin nimmt 80 Euro für eine Eheschließung außerhalb der Öffnungszeiten, Baden-Württemberg 110, Köln 120 im Spanischen Bau und 172 im Historischen Rathaus, Braunschweig 130 samstags im Rathaus, Würzburg 150. In Bochum sind es 200 Euro — und der Zuschlag beginnt laut Stadt bereits ab 13 Uhr, samstags gilt er ganztägig.

Zweitens: ein Trauort außerhalb der Amtsräume. Berlin verlangt dafür 75 bis 150 Euro, Köln 120 Euro Auslagenersatz plus eigene Gebühren, Braunschweig 150 Euro für die Jakob-Kemenate und 260 für das Eintracht-Stadion.

Drittens: ein anderes Standesamt als das der Anmeldung. Über die geprüften Länder hinweg liegen die Beträge hier am engsten beieinander: 40 Euro in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern, 45 Euro in Baden-Württemberg, 55 Euro in Braunschweig. Das BayernPortal schreibt dazu, die Gebühr werde „in jedem Fall“ erhoben.

Der zweite Punkt hat einen doppelten Boden. Die Gebühr des Standesamts ist bei einer Trauung außerhalb der Amtsräume oft der kleinere Posten. Daneben steht eine Raummiete, die nicht das Amt erhebt, sondern der Betreiber des Ortes — und die deshalb in keinem Gebührenverzeichnis auftaucht.

Ich sitze in Bochum, deshalb steht meine Stadt hier als Beispiel. Für das Trauzimmer im Dampfgebläsehaus an der Jahrhunderthalle nimmt das Standesamt 200 Euro zusätzliche Gebühren und Auslagen. Das gilt, sobald die Trauung außerhalb der Öffnungszeiten liegt — samstags also immer. Die Raummiete der Bochumer Veranstaltungs-GmbH beträgt 495 Euro. Zusammen mit der Anmeldung und einer Eheurkunde kommt am Ende eine ganz andere Summe heraus als im Trauzimmer des Standesamts:

Zwei gestapelte Balken für dieselbe Trauung in Bochum. Oben das Trauzimmer im Standesamt werktags: 55 Euro Anmeldung und 12 Euro Eheurkunde, zusammen 67 Euro. Unten das Dampfgebläsehaus an einem Samstag: 55 Euro Anmeldung, 200 Euro zusätzliche Gebühren des Standesamts, 495 Euro Raummiete des Betreibers und 12 Euro Eheurkunde, zusammen 762 Euro.
Dieselbe Trauung in derselben Stadt. Den Unterschied machen der Ort und die Uhrzeit. Die Angaben der Stadt Bochum zum Dampfgebläsehaus tragen den Seitenstand Dezember 2022 — fragt vor der Buchung nach dem aktuellen Betrag.

Das ist die Zahl, die im Budget fehlt. Sie fehlt nicht, weil jemand sie versteckt, sondern weil sie an zwei verschiedenen Stellen erhoben wird. Beim Standesamt bekommt Ihr die Amtsgebühr genannt. Nach der Miete fragt Ihr den Betreiber — und das geht leicht unter, wenn Ihr den Ort vor allem nach Fotos aussucht.

Denselben Mechanismus gibt es an vielen anderen Stellen der Hochzeitsplanung. Welche Posten sonst noch auf der Rechnung stehen, ohne vorher in einer Tabelle aufzutauchen, steht in Versteckte Hochzeitskosten: 8 Posten, die Paare oft vergessen.

Wenn Euer Fall nicht der Normalfall ist

Sobald ausländisches Recht ins Spiel kommt, steigt die Anmeldegebühr. Sechs der geprüften Quellen nennen dafür einen Betrag, und die Aufschläge gehen weit auseinander. In Berlin kommen 45 Euro dazu, und zwar je Person, für die ausländisches Recht gilt. In Bayern sind es 30 Euro je Person, in Nordrhein-Westfalen steigt der Landessatz von 40 auf 66 Euro, in Bochum von 55 auf 90, in Köln von 40 auf 66. Braunschweig geht bis auf 175 Euro hoch. Für Hamburg und Würzburg liegt dazu kein Betrag vor. Eine Zahl ohne das passende Bundesland ist hier in den meisten Fällen falsch.

Das Ehefähigkeitszeugnis, das für eine Trauung im Ausland gebraucht wird, kostet 40 Euro nach dem nordrhein-westfälischen Landessatz, 45 Euro in Berlin, mindestens 55 Euro in Bayern und 75 Euro in Braunschweig. Für die Nachbeurkundung einer im Ausland geschlossenen Ehe nennt das BayernPortal in der Regel 55 Euro; für andere Länder liegen dazu keine belastbaren Zahlen vor.

Zu geschiedenen oder verwitweten Partnerinnen und Partnern gibt es in den geprüften Gebührenverzeichnissen keine eigene Position. Was hier anfallen kann, sind Urkunden aus dem Vorgang davor — eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister kostet in Berlin 12 Euro. Welche Unterlagen Euer Fall braucht, weiß nur das Standesamt, das ihn vor sich hat.

Und was danach noch kostet

Wenn einer von Euch den Namen wechselt, kommt eine zweite Runde Behördengebühren. Hier ist die Lage angenehm anders als beim Standesamt: Personalausweis und Reisepass stehen mit festen Beträgen in Bundesverordnungen und kosten deshalb überall gleich viel. Beim Personalausweis gibt es eine Ausnahme: 13 Euro kommen dazu, wenn Ihr ihn außerhalb der Dienstzeit oder bei einer unzuständigen Behörde beantragt. Für Führerschein und Fahrzeugpapiere gibt der Bund einen Rahmen vor, den die Behörde vor Ort ausfüllt.

Vier waagerechte Balken für die Gebühren nach dem Namenswechsel: Reisepass ab 24 Jahren 70 Euro, Personalausweis ab 24 Jahren 46 Euro, Führerschein als Ersatz 20,40 bis 38,30 Euro als hell dargestellter Rahmen, Fahrzeugpapiere bei Änderung der persönlichen Daten 10,20 Euro.
Ausweis und Pass haben feste Beträge, Führerschein und Fahrzeugpapiere einen Rahmen. Der Personalausweis kostet unter 24 Jahren 27,60 Euro, der Reisepass 37,50 Euro.

Zwei Hinweise dazu. Die reine Adressänderung im Personalausweis ist gebührenfrei — der Namenswechsel dagegen bedeutet ein neues Dokument. Und ob der Führerschein überhaupt getauscht werden muss, ist eine andere Frage als die nach der Gebühr: Die Gebühr ist geregelt. Die Umtauschpflicht steht in einer anderen Verordnung, und die ist für diesen Beitrag nicht geprüft. Fragt bei der Fahrerlaubnisbehörde nach, bevor Ihr den Termin macht.

Rechnet für den Namenswechsel also grob mit 120 Euro, wenn eine Person Ausweis und Pass neu braucht, und mit rund 50 Euro mehr, wenn Führerschein und Fahrzeugpapiere dazukommen.

So rechnet Ihr Euren eigenen Betrag aus

Die eine allgemeine Zahl gibt es nicht. Eure eigene bekommt Ihr trotzdem, und zwar in einem Telefonat.

In vier Schritten zur eigenen Zahl

Erstens: Ruft Euer Standesamt an, nicht das Bürgeramt und nicht die allgemeine Behördennummer. Zuständig ist in der Regel das Standesamt am Wohnort eines von Euch, auch wenn Ihr woanders heiraten wollt.

Zweitens: Fragt nach der Gebühr für die Prüfung der Ehefähigkeit und danach, ob die Trauung überhaupt eine eigene Position hat. Damit habt Ihr den Grundbetrag.

Dritter Punkt, und der wird sonst vergessen: Fragt die Zuschläge einzeln ab. Was kostet ein Samstagstermin, was ein Termin nach Feierabend, ab welcher Uhrzeit gilt das? Was kostet ein Trauort außerhalb der Amtsräume, und wer erhebt dort die Raummiete? Was kostet es, wenn Ihr bei einem anderen Standesamt heiratet als bei dem, wo Ihr Euch anmeldet?

Viertens: Zählt die Urkunden dazu, die erste Eheurkunde und jedes weitere Exemplar. Wo das im Verzeichnis steht, kostet jedes weitere die Hälfte. Und plant den Namenswechsel gleich mit ein.

Notiert die Antworten direkt neben die Fragen und schreibt das Datum des Anrufs dazu. Gebührensatzungen ändern sich zum Jahreswechsel, und eine Auskunft von heute ist in acht Monaten eine Behauptung. Wenn Ihr wissen wollt, wo diese Zeile in Eurem Gesamtbudget steht, hilft Euch der Beitrag zum realistischen Hochzeitsbudget.

Häufige Fragen zu den Kosten

Was kostet die standesamtliche Trauung?

Im Normalfall nichts zusätzlich. In Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen ist die Trauung mit der Anmeldegebühr bezahlt, solange sie im eigenen Standesamt und zu den Öffnungszeiten stattfindet. Baden-Württemberg berechnet dafür eine eigene Position von 45 Euro, Niedersachsen staffelt nach Ort und Zeit, Bayern rechnet nach Verwaltungsaufwand ab. Die Anmeldung selbst kostet zwischen 40 Euro in Köln und 75 Euro in Braunschweig, Stand September 2026.

Was kostet die standesamtliche Hochzeit insgesamt?

Im Normalfall sind es zwei Posten: die Prüfung der Ehefähigkeit und die Eheurkunde. Ein Paar in Berlin zahlt 45 plus 12 Euro, zusammen 57 Euro; in Bochum sind es 55 plus 12 Euro, zusammen 67 Euro, Stand September 2026. Die Anmeldegebühr allein reicht von 40 Euro in Köln bis 75 Euro in Braunschweig, die Eheurkunde kostet 12 Euro in Berlin, Bayern und Bochum, in Niedersachsen 20 Euro. In Baden-Württemberg und Niedersachsen kommt die Trauung als eigene Position dazu. Kommen ein Samstagstermin, ein Trauort außerhalb der Amtsräume oder ein anderes Standesamt hinzu, kann sich der Betrag vervielfachen. In Bochum liegt zwischen dem Trauzimmer werktags und dem Dampfgebläsehaus am Samstag der Unterschied zwischen 67 und 762 Euro.

Kostet ein Termin am Samstag mehr?

Ja, in allen geprüften Orten, die Samstagstermine überhaupt anbieten. Die belegten Zuschläge reichen von 80 Euro in Berlin über 110 Euro in Baden-Württemberg, 120 bis 172 Euro in Köln, 130 Euro in Braunschweig und 150 Euro in Würzburg bis zu 200 Euro in Bochum. In Bochum beginnt der Zuschlag laut Stadt schon ab 13 Uhr und gilt samstags ganztägig.

Was kostet eine Trauung außerhalb des Standesamts?

Sie besteht meist aus zwei Rechnungen. Das Standesamt verlangt eine Gebühr — Berlin 75 bis 150 Euro, Köln 120 Euro Auslagenersatz plus eigene Gebühren, Braunschweig 150 Euro für die Jakob-Kemenate und 260 Euro für das Eintracht-Stadion. Dazu kommt die Raummiete des Betreibers, die in keinem Gebührenverzeichnis steht. In Bochum kostet das Dampfgebläsehaus 495 Euro Miete. Dazu kommen 200 Euro Amtsgebühr, die außerhalb der Öffnungszeiten anfallen.

Wie viele Eheurkunden sind nötig?

Plant mindestens zwei bis drei ein. Eine braucht Ihr für die Namensänderung bei den Meldebehörden, je nach Fall eine für die Krankenkasse, den Arbeitgeber oder die Rentenversicherung. Jedes weitere Exemplar im selben Vorgang kostet die Hälfte — in Berlin 6 statt 12 Euro, in Niedersachsen 10 statt 20. Wer später einzeln nachbestellt, zahlt jedes Mal den vollen Satz.

Kostet die Anmeldung extra, wenn Ihr in einer anderen Stadt heiratet?

Die Anmeldung selbst nicht, die Trauung schon. Ihr meldet Euch in der Regel beim Standesamt am Wohnort eines von Euch an. Findet die Trauung dann bei einem anderen Standesamt statt, kommt eine zusätzliche Gebühr dazu: 40 Euro in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern, 45 Euro in Baden-Württemberg, 55 Euro in Braunschweig. Über die Bundesländer hinweg liegen die Beträge bei diesem Posten am engsten beieinander.

Was kostet der Namenswechsel nach der Hochzeit?

Die Änderung im Personenstandsregister ist Teil der Trauung. Neu sind die Dokumente: Personalausweis 46 Euro ab 24 Jahren und 27,60 Euro darunter, Reisepass 70 beziehungsweise 37,50 Euro. Diese Beträge stehen in Bundesverordnungen und gelten überall gleich. Für den Ersatz-Führerschein sieht die Gebührenordnung einen Rahmen von 20,40 bis 38,30 Euro vor, für die Änderung der Daten in den Fahrzeugpapieren 10,20 Euro.

Zum Schluss

Die standesamtliche Hochzeit ist der günstigste Teil einer Hochzeit — solange sie im Trauzimmer an einem Werktag stattfindet. Jede Abweichung davon hat einen Preis, und die Preise stehen selten dort, wo Ihr zuerst sucht. Wenn Ihr die vier Fragen von oben einmal stellt, habt Ihr Eure Zahl und müsst nicht mehr schätzen.

Wenn Ihr gerade erst anfangt und noch nicht wisst, was überhaupt in welcher Reihenfolge dran ist, hilft Euch Die erste Hochzeitsplanung in 10 Schritten. Und warum viele Angebote teurer werden, sobald das Wort Hochzeit fällt, steht in Hochzeitsaufschlag: Warum alles teurer wird.

Alle Gebühren stammen aus amtlichen Quellen, abgerufen zwischen dem 1. und dem 6. September 2026: Gebührenübersicht der Berliner Standesämter und service.berlin.de (Beträge nach der Verordnung vom 2.7.2019), BayernPortal zur Anmeldung (Seitenstand 30.6.2026) und zur Eheschließung, AVwGebO NRW, Tarifstelle 5b.1, hamburg.de zur Anmeldung und zur Trauung (Stand 5.9.2026), die Anlage 1 zu § 5 PStG-DVO Baden-Württemberg, Gebührenverzeichnis der Stadt Braunschweig (gültig seit 1.1.2026), stadt-koeln.de, wuerzburg.de (Stand 2025), stadt.muenchen.de für die Angabe von etwa 300 Euro sowie bochum.de zu den Gebühren, zur Anmeldung und zum Trauzimmer im Dampfgebläsehaus; die Bochumer Angaben zum Dampfgebläsehaus tragen den Seitenstand Dezember 2022. Die Folgekosten stehen in § 1 PAuswGebV, § 27 PassV und der Anlage zur GebOSt. Gebührensatzungen ändern sich; verbindlich ist immer die Auskunft Eures Standesamts. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung. Stand September 2026.

Dominik Neugebauer

Dominik Neugebauer

Der preisgekrönte Hochzeitsfotograf Dominik Neugebauer (u. a. Masters of German Wedding Photography) fotografiert seit über 10 Jahren Hochzeiten in Bochum und ganz NRW. Als Experte mit über 150 begleiteten Ganztags-Hochzeitsreportagen kennt er die Herausforderungen von Brautpaaren genau. Mit den Planern Mein kleines Hochzeitsbuch und Mein perfekter Hochzeitsordner sowie in praxisnahen Artikeln bietet er vertrauenswuerdige Tipps fuer eine reibungslose Planung und ungestellte Erinnerungen.

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